Blockchain im Gesundheitswesen ermöglicht es Arzneimittelherstellern, Apotheken, Krankenhäusern und Forschungsteams nachzuweisen, was nach der Übergabe an einen Partner mit einer Medikamentenlieferung oder einem Patientendatensatz geschehen ist. Die vielversprechendsten Einsätze sind heute die Rückverfolgung von Arzneimittelpackungen bis ins Apothekenregal und Einwilligungsnachweise, die sich für alle Beteiligten gleichzeitig aktualisieren.
Gesundheitsdaten bleiben selten an einem Ort. Die Krankengeschichte eines Patienten kann auf einen Hausarzt, zwei Krankenhäuser, ein Labor und eine Apotheke verteilt sein, die jeweils eigene Software nutzen. Wenn sich diese Systeme widersprechen, verlieren Mitarbeitende Stunden mit Anrufen und E-Mails, und ein Arzt muss unter Umständen entscheiden, obwohl wichtige Informationen fehlen.
Das Team von Redwerk hat Blockchain-Produkte entwickelt und Gesundheitssoftware betreut, die dem Health Insurance Portability and Accountability Act (HIPAA) unterliegt. Dieses US-Gesetz schützt die medizinischen Daten von Patienten. Wenn einer Ihrer Prozesse von Fakten abhängt, die Sie mit Partnern teilen, können unsere Experten für Blockchain-Entwicklungsdienstleistungen gemeinsam mit Ihnen ein erstes Projekt planen.
Was sind die wichtigsten Anwendungsfälle für Blockchain im Gesundheitswesen?
Die häufigsten Anwendungsfälle für Blockchain im Gesundheitswesen betreffen mehrere Organisationen, die Arzneimittel, Zahlungen oder Patientendaten weitergeben. Jede dieser Übergaben hängt davon ab, dass sich die Partner einig sind, was wann passiert ist.
Eine Blockchain funktioniert wie eine gemeinsame Krankenakte: Mitglieder können neue Notizen hinzufügen, aber niemand kann frühere löschen oder umschreiben. Jede beteiligte Organisation hat eine identische Kopie. Würde eine von ihnen einen alten Eintrag ändern, stimmte ihre Kopie nicht mehr mit den anderen überein, und die Änderung fiele sofort auf. Das Gesundheitswesen braucht diese Eigenschaft, weil ein Arzneimittelhersteller, eine Apotheke und ein Krankenhaus selten in einem gemeinsamen System arbeiten.
Die folgende Tabelle ordnet jedem Anwendungsfall ein typisches Problem und ein Beispiel aus der Praxis zu:
Rückverfolgung in der Arzneimittellieferkette
Gefälschte Arzneimittel und langsame Rückrufe
Ein Apotheker scannt eine Packung und sieht jedes Unternehmen, durch dessen Hände sie gegangen ist
Verträge und Rabatte zwischen Pharmaunternehmen
Streit über Preise und Rückerstattungen
Hersteller und Großhändler sehen denselben vereinbarten Preis
Einwilligungsnachweise von Patienten
Schwacher Nachweis darüber, welche Daten ein Patient freigegeben hat
Eine Partnerklinik sieht sofort, dass ein Patient seine Einwilligung widerrufen hat
Zugriffsprotokolle für geteilte Daten
Langsame Antworten, wenn ein Prüfer fragt, wer eine Datei erhalten hat
Ein Krankenhaus ruft eine vollständige Liste der Partner ab, die einen Datensatz eingesehen haben
Austausch von Unterlagen zwischen Leistungserbringern
Dateien, die unvollständig oder verändert ankommen
Ein Facharzt bestätigt, dass eine Überweisungsdatei dem Original entspricht
Arzneimittel vom Werk bis zur Apotheke verfolgen
Die Rückverfolgbarkeit von Arzneimitteln gehört zu den am häufigsten erprobten Anwendungsfällen für Blockchain im Gesundheitswesen, denn gefälschte und minderwertige Produkte schaden Patienten und kosten Lieferanten Geld. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass mindestens 1 von 10 Arzneimitteln in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen minderwertig oder gefälscht ist. In den USA verpflichtet der Drug Supply Chain Security Act Hersteller, Großhändler und Apotheken inzwischen, für jede gehandelte Packung elektronische Daten auszutauschen.
Auf einer gemeinsamen Blockchain fügt jedes Unternehmen einen Eintrag hinzu, wenn eine Packung den Besitzer wechselt. Zusammen ergeben die Einträge eine lückenlose Historie von der Produktionslinie bis zur Apotheke. Vor der Abgabe kann ein Apotheker die Packung scannen und prüfen, ob jede Übergabe erfasst ist. Bei einem Rückruf kann der Hersteller die betroffenen Chargen bis zu genau den Apotheken zurückverfolgen, die sie erhalten haben. Konsumgütermarken nutzen dasselbe Prinzip aus Scannen und Prüfen, um die Echtheit eines Produkts nachzuweisen, wie wir in unserem Beitrag über Blockchain im Marketing beschrieben haben.
Derselbe gemeinsame Datensatz kann auch Zahlungen zwischen Pharmaunternehmen abwickeln. MediLedger, ein von Chronicled betriebenes Netzwerk, verbindet Hersteller, Großhändler und Klinikverbünde in den USA, damit sich die Mitglieder auf Vertragspreise einigen und Chargebacks abwickeln können. Ein Chargeback ist die Rückerstattung, die ein Großhändler von einem Hersteller verlangt, nachdem er ein Arzneimittel zu einem niedrigeren ausgehandelten Preis an ein Krankenhaus verkauft hat. Zahlungsregeln zu schreiben, die selbstständig ablaufen, ist eine Kernkompetenz in der DeFi-Entwicklung, wobei DeFi für dezentrale Finanzen (Decentralized Finance) steht. Dieses Know-how lässt sich direkt auf Rabatte zwischen Unternehmen übertragen.
Patienteneinwilligung und Datenzugriff dokumentieren
Das Einwilligungsmanagement eignet sich für Blockchain, weil mehrere Partner dieselbe Antwort auf eine Frage brauchen: Welche Daten hat dieser Patient zur Weitergabe freigegeben? Heute liegt der Nachweis meist in einem unterschriebenen Formular oder in einem Häkchen in der Software einer einzelnen Organisation. Ändert ein Patient später seine Meinung, erfahren Partner, die die Daten bereits erhalten haben, davon womöglich nichts.
Ein gemeinsamer Einwilligungsnachweis zeigt jedem Partner im selben Moment die aktuelle Entscheidung des Patienten. Jeder Eintrag hält fest, was der Patient genehmigt oder widerrufen hat, für welche Organisation die Entscheidung gilt und an welchem Datum. Statt eines Namens enthält der Eintrag einen Code, den nur das zuständige Krankenhaus oder die zuständige Klinik einer Person zuordnen kann. Verlangt der Patient die Löschung seiner Daten, löscht der Leistungserbringer seinen Schlüssel, und der Eintrag verweist auf niemanden mehr. Medizinische Details gelangen nie auf die Blockchain.
Derselbe Ansatz funktioniert für Protokolle, die zeigen, wer eine geteilte Datei geöffnet hat. Alte Protokolleinträge bleiben bestehen, sodass die Historie bei einer Prüfung oder einem Streitfall als Beweis dient. Estland liefert ein Beispiel auf nationaler Ebene: 2016 begann die dortige E-Health-Behörde, Blockchain-Technologie von Guardtime einzusetzen, um das Aktivitätsprotokoll der Patientenakten zu sichern.
Unterlagen zwischen Leistungserbringern austauschen
Beim Austausch von Unterlagen bestätigt eine Blockchain, dass eine Datei vollständig und unverändert angekommen ist. Die Datei selbst läuft über die üblichen Systeme des Leistungserbringers. Für jedes Dokument wendet eine Software eine feste Formel auf den Inhalt an, die daraus eine kurze Zeichenfolge aus Buchstaben und Ziffern erzeugt. Dasselbe Dokument ergibt immer dieselbe Zeichenfolge, und schon die Änderung eines einzigen Zeichens führt zu einer anderen. Die Blockchain speichert diese Zeichenfolge zusammen mit einem Hinweis, wo das Dokument liegt und wer es öffnen darf. Erhält ein Facharzt eine Überweisung, berechnet die Software die Zeichenfolge erneut und vergleicht das Ergebnis mit der gespeicherten. Stimmen beide überein, ist bewiesen, dass die Datei auf dem Bildschirm genau der entspricht, die der überweisende Arzt geschickt hat.
Welche Vorteile bietet Blockchain im Gesundheitswesen wirklich?
Die Vorteile von Blockchain im Gesundheitswesen, die für ein Unternehmen am meisten zählen, sind weniger Verwaltungsaufwand, geringeres Risiko und mehr Vertrauen bei Patienten und Partnern.
- Weniger Zeit für das Bestätigen von Fakten: Mit einem gemeinsamen Datensatz sehen Krankenhausmitarbeitende, dass ein Labor eine Probe erhalten hat, ohne nachfragen zu müssen. Die gesparten Stunden fließen zurück in die Patientenversorgung.
- Schnellere Prüfungen: Ein gemeinsames Protokoll zeigt mit einer einzigen Suche, welche Partner die Daten eines Patienten erhalten haben und auf Grundlage welcher Einwilligung. Niemand kann das Protokoll nachträglich ändern, daher können sich Prüfer auf die Antwort verlassen.
- Weniger Zahlungsstreitigkeiten: Arzneimittelhersteller, Großhändler und Klinikgruppen, die dieselben Vertragspreise und Erstattungsbeträge sehen, haben weniger Anlass zum Streit. Finanzteams verbringen weniger Zeit mit dem Abgleich von Rechnungen, und Zahlungen gehen früher ein.
- Mehr Vertrauen bei Patienten: Mit einer eigenen Ansicht für Patienten sehen diese, welche Organisationen ihre Daten genutzt haben, und können prüfen, ob ein Widerruf wirksam wurde. Diese Offenheit gibt ihnen mehr Grund, beim nächsten Mal zuzustimmen. Für Forschungsprogramme bedeutet eine höhere Einwilligungsquote größere und nützlichere Datensätze.
- Gemeinsame Kontrolle mit Partnern: Konkurrierende Krankenhäuser oder Lieferanten können einen Datensatz teilen, ohne einem Wettbewerber Zugriff auf ihre Datenbanken zu geben oder einem einzelnen Mitglied die Daten zu überlassen.
Was sind die größten Herausforderungen von Blockchain im Gesundheitswesen?
Die größten Herausforderungen von Blockchain im Gesundheitswesen sind die Einigung mit Partnern, die Anbindung älterer Krankenhaussoftware und die Suche nach Fachkräften mit den passenden Kenntnissen. Eine Übersichtsarbeit zu veröffentlichten Studien aus dem Jahr 2025 ergab, dass die meisten Projekte im Stadium von Konzepten und Machbarkeitsnachweisen bleiben.
Die Einigung mit Partnern kostet den meisten Aufwand, denn ein gemeinsamer Datensatz bringt erst dann Nutzen, wenn genügend Krankenhäuser, Versicherer oder Lieferanten dem Netzwerk beitreten. Verhandlungen über Kosten und Regeln dauern oft länger als die Entwicklung selbst.
Ältere Krankenhaussoftware verursacht zusätzlichen technischen Aufwand. Viele dieser Systeme entstanden lange vor der Blockchain, daher erfordert jede Anbindung sorgfältige Integration und gründliche Tests.
Auch Fachkräfte sind knapp. Nur wenige IT-Teams im Gesundheitswesen beschäftigen Blockchain-Entwickler, daher holen sich die meisten Organisationen externe Spezialisten.
Blockchain galt einst als der Weg, Patientenakten landesweit zu vernetzen. Heute wächst der Austausch von Gesundheitsdaten in den USA über das Trusted Exchange Framework and Common Agreement (TEFCA), ein staatlich gefördertes Netzwerk, das standardisierte Gesundheitsdatenformate nutzt und ohne Blockchain auskommt. Unser Artikel über die Herausforderungen von KI im Gesundheitswesen zeigt denselben Wandel von kühnen frühen Versprechen hin zu einer kleineren Zahl bewährter Anwendungen.
Warum eine Blockchain Ihr System für elektronische Patientenakten nicht ersetzt
Ein System für elektronische Patientenakten (EHR-System) durch eine Blockchain zu ersetzen, ist bislang weitgehend Theorie. Ein EHR-System enthält große Dateien wie Bildaufnahmen, und Mitarbeitende aktualisieren die Einträge viele Male am Tag. Diese Last kann eine Blockchain nicht effizient bewältigen. Hinzu kommt: Krankenhäuser haben jahrelang in die Einrichtung ihres EHR-Systems investiert, ein Austausch würde daher die Versorgung stören.
In der Praxis lassen Projekte für elektronische Patientenakten auf der Blockchain die Patientendateien im EHR-System des Krankenhauses. Die Blockchain speichert für jedes Dokument nur eine kurze Zeichenfolge, mit der Partner prüfen können, ob eine geteilte Kopie unverändert ist. Die Mitarbeitenden arbeiten weiter in dem System, das sie bereits kennen.
Ist Blockchain im Gesundheitswesen HIPAA-konform?
Blockchain im Gesundheitswesen kann die Anforderungen von HIPAA erfüllen, wenn die Gesundheitsdaten von Patienten außerhalb der Blockchain bleiben. Das Gesetz selbst erwähnt die Technologie nicht, daher entscheidet das Systemdesign, ob ein Projekt konform ist.
Medizinische Details bleiben aus drei Gründen außerhalb der Blockchain:
- Geteilte Kopien: Jedes Mitglied speichert eine vollständige Kopie, daher erreicht alles, was dort geschrieben wird, jedes Krankenhaus, jedes Labor und jeden Lieferanten im Netzwerk.
- Kein Zurückholen von Daten: Werden verschlüsselte Daten jemals offengelegt, kann niemand sie aus den Kopien entfernen, die andere Mitglieder bereits besitzen.
- Löschanfragen: Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU erlaubt Patienten, die Löschung ihrer Daten zu verlangen, was eine Blockchain nicht leisten kann.
HIPAA erlaubt einem Leistungserbringer, einen Fehler durch eine Ergänzung zu korrigieren, die mit dem ursprünglichen Eintrag verknüpft ist. Diese Korrektur landet in der eigenen Datenbank des Krankenhauses, und die Blockchain protokolliert nur das Datum der Änderung.
Das übliche Design trennt die Daten. Medizinische Unterlagen bleiben in einer geschützten Datenbank, und die Blockchain erhält nur kurze Zeichenfolgen, Einwilligungseinträge und Zugriffsprotokolle. Diese Datenbank muss weiterhin jede Schutzvorgabe von HIPAA erfüllen, von der Verschlüsselung bis zur Schulung der Mitarbeitenden. Die Entwickler von Redwerk haben eine Checkliste zur HIPAA-Konformität für Gesundheitssoftware zusammengestellt, die jede dieser Vorgaben abdeckt. Krankenversicherer verfolgen denselben Ansatz, und unser Beitrag über Blockchain in der Versicherung zeigt, wie er für sie funktioniert.
Leistungserbringer in Europa sollten außerdem den Europäischen Gesundheitsdatenraum (EHDS) einplanen, ein EU-Gesetz, das den grenzüberschreitenden Austausch von Patientenakten ab 2029 schrittweise einführt.
Unser Team hat bereits mit HIPAA-regulierter Software gearbeitet. Für ClearDATA, einen US-Cloud-Anbieter für das Gesundheitswesen, haben wir ein älteres .NET-Produkt betreut und es mit den Standards des Gesetzes in Einklang gehalten. Jedes Projekt umfasst eine eigene Mischung aus Patientendaten und Vorschriften, daher stellen wir das Leistungspaket nach den Anforderungen zusammen, die Ihre Compliance-Verantwortlichen festlegen.
Wie wird ein Blockchain-Projekt im Gesundheitswesen umgesetzt?
Ein Blockchain-Projekt im Gesundheitswesen beginnt klein und wächst erst, wenn ein Pilotprojekt zeigt, dass die Idee funktioniert. Die meisten Projekte folgen sechs Schritten:
- Wählen Sie einen Prozess mit messbaren Kosten. Nehmen Sie eine Aufgabe, die bereits Arbeitszeit kostet oder Streit verursacht, etwa die Arzneimittelrückverfolgung für eine Produktlinie. Halten Sie die heutigen Zahlen fest, damit Sie die Ergebnisse später vergleichen können.
- Vereinbaren Sie die Regeln mit Ihren Partnern. Klären Sie, wer teilnimmt, wer die Server betreibt, wer zahlt und wie neue Mitglieder aufgenommen werden.
- Nutzen Sie ein privates Netzwerk. Die meisten Projekte setzen auf eine genehmigungsbasierte Blockchain, der nur eingeladene Organisationen beitreten und die nur diese lesen können. In öffentlichen Netzwerken wie Bitcoin kann jeder jeden Eintrag sehen, daher eignen sie sich für nichts, was mit Patienten in Verbindung steht.
- Legen Sie fest, welche Daten die Blockchain speichert. Die richtige Aufteilung hängt davon ab, wie sensibel und wie umfangreich die jeweilige Datenart ist. Für Tingl, eine anonyme Messaging-App, die unser Team auf der Polygon-Blockchain entwickelt hat, haben wir Kontodaten und Nachrichtendetails auf der Blockchain abgelegt und Fotos und Videos separat gespeichert, damit die App schnell bleibt.
- Binden Sie Ihre bestehenden Systeme an. Die Blockchain wird über Standardschnittstellen mit Ihrem EHR-System, Ihrer Apothekensoftware oder Ihrer Finanzsoftware verbunden.
- Starten Sie ein Pilotprojekt und messen Sie. Vergleichen Sie Arbeitsstunden, Streitfälle und Prüfaufwand mit Ihren Ausgangswerten. Nehmen Sie weitere Partner oder Prozesse hinzu, sobald die Ergebnisse die Erweiterung rechtfertigen.
Sie können mit einer bloßen Idee beginnen. In einer kurzen ersten Phase machen wir daraus eine Funktionsliste und einen Plan für das Pilotprojekt. Wir erklären jede Entscheidung in einfachen Worten, damit Sie die Vor- und Nachteile kennen, bevor Sie entscheiden.
Lohnt sich Blockchain im Gesundheitswesen für Ihre Organisation?
Blockchain im Gesundheitswesen lohnt sich, wenn verschiedene Organisationen auf dieselben Daten angewiesen sind und kein einzelnes Mitglied sie kontrollieren sollte. Ihr Projekt ist ein guter Kandidat, wenn die meisten dieser Punkte zutreffen:
- Zwei oder mehr Organisationen teilen sich den Prozess
- Streitfälle, Rückrufe oder Prüfungen kosten Sie heute Geld
- Die geteilten Fakten sind Ereignisse, etwa eine Lieferung oder eine Einwilligung, ohne medizinische Details
- Die Regeln für jeden Eintrag sind klar und vorab vereinbart
Wenn nur Ihre eigene Organisation die Daten nutzt, ist eine normale Datenbank mit einem strengen Zugriffsprotokoll meist günstiger und erfüllt denselben Zweck. Für ein solches System kann Ihnen unser Team für Softwareentwicklung für das Gesundheitswesen helfen, ganz ohne Blockchain.
Sobald Sie den Prozess ausgewählt haben, können die Entwickler von Redwerk den gemeinsamen Datensatz aufbauen und mit Ihren bestehenden Systemen verbinden. Bereit für den Start? Teilen Sie Ihre Ideen mit unserem Team.
FAQ
Was ist Blockchain im Gesundheitswesen?
Blockchain im Gesundheitswesen bedeutet, ein gemeinsames digitales Register zu nutzen, um Fakten nachzuweisen, die zwischen Organisationen weitergegeben werden. Jeder Teilnehmer speichert eine vollständige Kopie, und niemand kann frühere Einträge umschreiben. Krankenhäuser, Apotheken, Arzneimittelhersteller und Forschungsteams nutzen sie, um zu zeigen, wo ein Arzneimittel gewesen ist, worin ein Patient eingewilligt hat und wer eine geteilte Datei eingesehen hat. Medizinische Unterlagen bleiben in den eigenen Systemen der jeweiligen Organisation.
Wie hilft Blockchain der pharmazeutischen Lieferkette?
Blockchain gibt Herstellern, Großhändlern und Apotheken eine gemeinsame Historie für jede Arzneimittelpackung. Jede Übergabe fügt einen Eintrag hinzu, und kein Unternehmen kann die Spur später bearbeiten. Apotheken nutzen diese Historie, um gefälschte Produkte zu erkennen, bevor sie Patienten erreichen, und Hersteller nutzen sie, um nur die betroffenen Bestände zurückzurufen. In den USA können dieselben Daten die elektronische Rückverfolgung unterstützen, die das Bundesgesetz zur Arzneimittelverfolgung vorschreibt.
Können Patienten mit Blockchain steuern, wer ihre Gesundheitsdaten sieht?
Teilweise. Eine Blockchain kann die Einwilligungsentscheidungen eines Patienten speichern, sodass jedes angebundene Krankenhaus, Labor oder Forschungsteam dieselbe aktuelle Antwort sieht. Patienten können außerdem in einem Protokoll prüfen, welche Organisationen ihre geteilten Dateien geöffnet haben. Die Unterlagen selbst bleiben in den sicheren Systemen des jeweiligen Leistungserbringers, der dort die Zugriffsregeln durchsetzt. Apps, die Patienten diese Art von Kontrolle geben, sind größtenteils noch Pilotprojekte.
Ist Blockchain im Gesundheitswesen sicher?
Eine Blockchain ist stark bei einer bestimmten Art von Sicherheit: dem Nachweis, dass frühere Einträge nicht verändert wurden. Jeder Teilnehmer besitzt eine Kopie zum Abgleich, daher lassen sich Manipulationen leicht erkennen. Andere Schutzmaßnahmen kommen vom umgebenden System. Patientendaten brauchen Verschlüsselung und strenge Zugriffsrechte in der Datenbank jedes Leistungserbringers. Die digitalen Schlüssel, mit denen Einträge signiert werden, müssen sorgfältig verwahrt werden, und ein unabhängiges Code-Review vor dem Start deckt Schwachstellen auf.
Welche Organisationen im Gesundheitswesen profitieren am meisten von Blockchain?
Den größten Nutzen haben Organisationen, die Waren oder Daten mit vielen externen Partnern austauschen. Arzneimittelhersteller, Großhändler und Apothekenketten erhalten gemeinsame Packungshistorien und Preisvereinbarungen. Forschungskliniken erhalten Einwilligungsnachweise, die Studiensponsoren prüfen können. Klinikverbünde erhalten den Nachweis, welche externen Labore welche Datei erhalten haben. Eine Klinik, die alle Daten intern hält, braucht selten eine Blockchain.
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